Psychotherapie bei Essstörungen in München: Magersucht und Bulimie

Fachpraxis für Essstörungen in Schwabing. Für junge Frauen von 17 bis 20 Jahren und ihre Eltern.

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Für wen diese Seite ist

Diese Seite richtet sich an junge Frauen zwischen 17 und 20 Jahren, deren Denken sich immer stärker um Essen, Gewicht und den eigenen Körper dreht. Und an Eltern, die seit Wochen beobachten, wie ihre Tochter Mahlzeiten auslässt, sich zurückzieht oder nach dem Essen im Bad verschwindet. Beide Wege führen auf dieselbe Seite, denn eine Essstörung betrifft fast immer die ganze Familie.

Ich bin approbierte Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin, Mitglied im Bundesfachverband Essstörungen und behandle in meiner Praxis in München-Schwabing seit Jahren junge Frauen mit Magersucht (Anorexia nervosa), Bulimie (Bulimia nervosa) und Essanfällen (Binge-Eating-Störung).

Warnzeichen erkennen

Kein einzelnes Zeichen beweist eine Essstörung. Mehrere davon über Wochen sind ein Grund, genauer hinzusehen:

  • Deutlicher Gewichtsverlust oder starke Gewichtsschwankungen
  • Strenge Regeln beim Essen: Kalorienzählen, Verbotslisten, immer kleinere Portionen
  • Mahlzeiten werden verschoben, ausgelassen oder nur noch allein eingenommen
  • Rückzug aus Verabredungen, bei denen gegessen wird
  • Übermäßiger Sport, auch bei Krankheit oder Erschöpfung
  • Gänge zur Toilette direkt nach dem Essen, Spuren von Erbrechen
  • Heimliches Essen großer Mengen, verschwundene Vorräte
  • Ständiges Frieren, Schwindel, Konzentrationsprobleme, Ausbleiben der Menstruation
  • Die Stimmung hängt am Gewicht: Die Waage bestimmt den Tag

Wenn Sie mehrere dieser Zeichen wiedererkennen, bei sich oder bei Ihrer Tochter, ist eine fachliche Einschätzung der nächste Schritt. Je früher eine Essstörung behandelt wird, desto besser sind die Verläufe.

Wie ich arbeite

Ich arbeite tiefenpsychologisch fundiert. Das bedeutet: Wir schauen gemeinsam auf das, was die Essstörung im Inneren erledigt. Häufig reguliert sie Gefühle, die anders keinen Ausdruck finden, etwa Angst, Wut oder das Gefühl, den Anforderungen nicht zu genügen. Das Symptom ist verstehbar. Es zu verstehen entlastet, ersetzt aber keine Veränderung, und genau daran arbeiten wir in einem verlässlichen, geschützten Rahmen.

Gewicht und Blutwerte gehören dabei in ärztliche Kontrolle, dafür arbeite ich mit Haus- und Kinderärzten zusammen. Bei Jugendlichen beziehe ich die Eltern ein, in einem Rahmen, den die Schweigepflicht gegenüber meiner Patientin absteckt. Und ambulante Therapie hat Voraussetzungen: Wo sie nicht erfüllt sind, sage ich Ihnen das im Erstgespräch.

Wann ambulante Therapie trägt und wann eine Klinik nötig ist

Ambulante Psychotherapie ist der richtige Rahmen, wenn der Körper stabil genug ist: kein bedrohliches Untergewicht, kein rascher Gewichtsverlust, keine akuten körperlichen Komplikationen, und eine Ärztin oder ein Arzt begleitet die Behandlung. In diesem Rahmen sehen wir uns wöchentlich, bei Bedarf enger.

Eine stationäre oder teilstationäre Behandlung ist nötig bei starkem Untergewicht, schnellem Gewichtsverlust, auffälligen Blutwerten, Kreislaufproblemen oder wenn ambulante Versuche wiederholt abgebrochen wurden. Das sage ich Ihnen im Erstgespräch offen, denn ein zu niedriger Behandlungsrahmen verlängert die Erkrankung.

Anlaufstellen in München, die ich in solchen Fällen empfehle:

  • TCE (Therapie-Centrum für Essstörungen, tagesklinisch)
  • Heckscher-Klinikum (Kinder- und Jugendpsychiatrie)
  • München Klinik Schwabing (somatische Stabilisierung)
  • ANAD e. V. und Cinderella e. V. (Beratung, therapeutische Wohngruppen)

Auch nach einem Klinikaufenthalt ist die ambulante Weiterbehandlung wichtig. Für diese Anschlussphase können Sie mich ebenfalls anfragen.

Für Eltern: die ersten Schritte

Sprechen Sie Ihre Beobachtungen ruhig und konkret an. Diagnosen und Diskussionen über Kalorien lassen Sie dabei besser beiseite. Ein Satz wie „Ich sehe, dass du kaum noch mit uns isst, und ich mache mir Sorgen" öffnet mehr als jede Diskussion über Gewicht. Vermeiden Sie Kommentare über Figur und Essen, auch gut gemeinte. Sorgen Sie für eine ärztliche Untersuchung, denn die körperliche Sicherheit hat Vorrang.

Wenn Ihre Tochter Hilfe ablehnt, bleiben Sie handlungsfähig: Im Elterncoaching arbeiten wir daran, wie Sie Halt geben, ohne zu kontrollieren, und wie der Weg in eine Behandlung gelingen kann. Vertiefend: mein Beitrag Magersucht verstehen.

Kosten in Kürze

Ich rechne direkt mit Ihrer Privatversicherung und der Beihilfe ab. Selbstzahler sind willkommen. Gesetzlich Versicherte nehme ich ebenfalls auf.

Alle Details zu Kosten und Ablauf

Häufige Fragen zu Essstörungen

Meine Tochter will keine Therapie. Was kann ich tun?

Das ist bei Essstörungen häufig, denn die Erkrankung erfüllt aus Sicht der Betroffenen zunächst eine Funktion. Beginnen Sie bei sich: Im Elterncoaching klären wir, wie Sie im Gespräch bleiben, welche Sätze Druck aufbauen und welche Wege zur Behandlung führen können.

Ambulante Therapie oder Klinik: Was ist richtig?

Das hängt vom körperlichen Zustand und vom Verlauf ab. Bei stabilem Gewicht und tragfähiger ärztlicher Begleitung ist ambulante Psychotherapie oft der passende Rahmen. Bei starkem Untergewicht, raschem Gewichtsverlust oder körperlichen Komplikationen braucht es zuerst eine Klinik. Diese Einschätzung treffe ich im Erstgespräch offen mit Ihnen.

Wie lange dauert eine Therapie bei einer Essstörung?

Essstörungen entwickeln sich über Monate bis Jahre, entsprechend braucht die Behandlung Zeit. Nach den probatorischen Sitzungen bespreche ich mit Ihnen einen realistischen Rahmen. Verbindliche Angaben zur Dauer sind vorab unseriös.

Was kostet die Behandlung?

Privatversicherung und Beihilfe übernehmen die Kosten in der Regel. Alle Details, auch für Selbstzahler und gesetzlich Versicherte, finden Sie unter Kosten & Ablauf.

Erfahren meine Eltern, was ich in der Therapie erzähle?

Nein. Ich unterliege der Schweigepflicht, auch gegenüber Ihren Eltern. Wenn ein Austausch mit Ihren Eltern sinnvoll ist, geschieht das nur mit Ihrem Einverständnis.

  • Staatlich approbierte Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin
  • Mitglied: Deutsche Psychotherapeuten Vereinigung
  • Mitglied: Bundesfachverband Essstörungen
  • Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie
  • Gelistete psychotherapeutische Fachpraxis für Essstörungen

Quellen und Leitlinien

  • S3-Leitlinie „Diagnostik und Behandlung der Essstörungen" (AWMF-Register 051-026)
  • Bundesfachverband Essstörungen: Qualitätsstandards der Mitgliedspraxen
  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: Informationen zu Essstörungen

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Dieses Formular ist keine Notfallhilfe. Sofort erreichbar sind: Telefonseelsorge 0800 111 0 111 (rund um die Uhr, kostenfrei), Krisendienst Bayern 0800 655 3000, für junge Menschen auch krisenchat.de. Bei Lebensgefahr wählen Sie den Notruf 112.

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